Giersch – essen statt bekämpfen!

Aber anstatt sich darüber zu ärgern, solltest du ihn dir für deine Gesundheit zunutze machen.

Man kennt den Giersch auch unter den Namen Erdholler, Zipperleinkraut oder Geißfuß. Er gehört zu den Doldenblütlern und vermehrt sich über Wurzelausläufer. Das macht ihn bei vielen Gärtnern nicht gerade beliebt. Hast du ihn erst einmal im Garten, wirst du ihn nicht mehr los.

Aber anstatt sich darüber zu ärgern, solltest du ihn dir für deine Gesundheit zunutze machen. Denn er hat dir einiges zu bieten: Giersch enthält reichlich Vitamin C (15 x mehr als Kopfsalat!), Kalcium, Magnesium, Carotin, Eisen, Silizium uvm.

Bei der Bestimmung von Doldenblütlern ist immer Vorsicht geboten. Aber der Giersch hat ein eindeutiges Erkennungsmerkmal: er hat einen dreikantigen Blattstiel!

Sein Name Zipperleinkraut kommt wohl daher, da er auch bei Rheuma, Arthrose und Gicht gute Dienste leisten soll. Giersch wirkt auch leicht entwässernd und harnsäuretreibend. Das dürfte auf den hohen Kaliumgehalt zurückzuführen sein. Daher kann er auch vorbeugend gegen Blasenentzündungen eingesetzt werden.

Giersch ist ein sehr schmackhaftes Wildgemüse, aus dem man Pestos, Spinat, Aufstriche, Strudel, Salat und Suppen machen kann. Man kann ihn auch wunderbar mit Brennnesselgerichten kombinieren. Diese beiden Kräuter sind auch eine gute Unterstützung, um die Frühjahrsmüdigkeit zu bekämpfen.

Dieses Wildkraut ist auch ein wunderbarer Petersilienersatz. Auch in Knödel oder mit Kartoffeln schmeckt er wirklich hervorragend.

Es wird ihm eine blutreinigende und entgiftende Wirkung nachgesagt, deshalb eignet er sich wunderbar für Detoxkuren. Ich persönlich gebe ihn im Zuge meiner Frühlings-Wildkräuter-Basenkur immer in meinen Smoothie.

Bei Verbrennungen oder Insektenstichen kann eine Teeauflage Linderung bringen. Solltest du unterwegs in der Natur von einem Insekt gestochen werden, kannst du ein Gierschblatt mit den Fingern zerreiben und auflegen, um eine Schwellung zu verhindern und den Schmerz zu lindern.

Als Badezusatz kann Giersch bei Gicht, Rheuma, Hexenschuss und Muskelverspannungen Linderung bringen. Dazu kochst du einfach einen sehr starken Tee aus ca. ½ kg Gierschblättern, den du dann dem Badewasser zufügst. Die empfohlene Badezeit beträgt 20 bis 25 Minuten.

Uschis Naturwerkstatt